Galliumnitrid-basiertes AESA-Radar von Raytheon erstmals gegen Jets im Manöverflug eingesetzt

Pelham, News Hampshire, USA (20. Februar 2017) – Das neueste integrierte Luftverteidigungsradar von Raytheon Company (NYSE: RTN) hat Kampfjets während eines taktischen Manöverflugs erfolgreich verfolgt und entsprechende Feuerleitdaten gesammelt. Das Galliumnitrid-basierte (GaN-basiert) „Active Electronically Scanned Array“-Radar (AESA-Radar) ist als Upgrade des aktuellen Patriot-Radars vorgesehen.

Damit wurde Raytheons GaN-basierter AESA-Radarprototyp erstmalig im Einsatz gegen Kampfjets im taktischen Manöverflug getestet. Das Radar hatte zuvor bei Tests bereits tausende nicht-taktisch fliegende Flugzeuge erfolgreich erfasst und verfolgt.

„Mit unserer GaN-Technologie ist Raytheons neues AESA-Radar in der Lage einen 360-Grad-Radius zu überwachen – und zwar mit einer höheren Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit bei 50% niedrigeren Betriebskosten“, sagte Ralph Acaba, Vice President von Raytheon Integrated Air and Missile Defense. “Dieser Test ist ein weiterer Beweis dafür, dass dieses Upgrade bereit für die Fertigungsplanung, Produktion und Weiterentwicklung ist.”

Raytheon stellte den Prototyp des GaN-basierten AESA-Radars auf der Rüstungsmesse der US-Armee im März 2016 vor. Die 360-Grad-Fähigkeit des GaN-basierten AESA-Radars konnte zuvor mit einer Pilotanlage demonstriert werden.

Das GaN-basierte AESA-Radar wird von Raytheon als kompatibles System für das „Integrated Air and Missile Defense Battle Command System“ (IBCS) und andere offene Systemarchitekturen angeboten. Zudem ist es rückwärtskompatibel mit dem aktuellen Patriot-Feuerleitstand und gewährleistet damit die vollständige Interoperabilität innerhalb der NATO.

Mehrere aktuelle und künftige Patriot-Partnerstaaten in Europa und Asien sind an der Beschaffung des GaN-basierten AESA-Radars interessiert. Das GaN-basierte AESA-Radar entspricht zudem Deutschlands Anforderungen an das zukünftige taktische Luftverteidigungssystem TLVS.