Um auf Wunsch des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) als alternativer Anbieter für das deutsche Taktische Luftverteidigungssystem (TLVS) bereitzustehen und vor dem Hintergrund, dass die deutsche Luftwaffe plant, Patriot bis mindestens 2035 einzusetzen, übernimmt der bewährte Systemintegrator Raytheon-Anschütz in Zukunft Raytheons Luftverteidigungsgeschäft in Deutschland. Die Weiterentwicklung von TLVS-Patriot wird somit fortgeführt.

Raytheon-Anschütz wird der erste Ansprechpartner für TLVS-Patriot und verantwortlich für die Koordination der deutschen Zuliefererbasis mit derzeit mehr als 500 Arbeitsplätzen im Bereich der Luftverteidigung. Durch das neue Zentrum für integrierte Luftverteidigung von Raytheon-Anschütz werden die deutschen Luftverteidigungsfähigkeiten gemeinsam mit der deutschen Industrie ausgebaut. Insgesamt wird somit ebenfalls Deutschlands führende Rolle bei der integrierten Luftverteidigung der NATO gesichert.

Allein im Jahr 2015 erteilte Raytheon im Luftverteidigungssektor Aufträge in Höhe von 39 Millionen US-Dollar an 22 deutsche Zuliefererunternehmen. Raytheon-Anschütz baut somit Raytheons fünf Jahrzehnte umfassende Zusammenarbeit mit der deutschen Industrie weiter aus. Mit dem Aufbau des neuen Zentrums für integrierte Luftverteidigung leistet Raytheon Integrated Air and Missile Defense (IAMD) technologische Unterstützung. Ein Memorandum of Understanding wurde diesbezüglich bereits unterzeichnet.

„Wir werden die TLVS-Rahmenanforderungen des Verteidigungsministeriums im Zeit- und Budgetrahmen bei substantiell geringerem Risiko als Andere erfüllen.“ Lüder Hogrefe, Geschäftsführer Raytheon-Anschütz

„Raytheon weiß um die Bedeutung der Fähigkeits- und Technologiehoheit bei TLVS für Deutschland, neben technologischer Reife, Kosten und erprobter Leistungsfähigkeit“, sagt Ralph Acaba, Vice President of Integrated Air and Missile Defense, Raytheon. „Durch die enge Zusammenarbeit von Raytheon -nschütz mit der deutschen Industrie können wir sicherstellen, dass Patriot alle Bedürfnisse der deutschen Regierung erfüllt.

Über die Rayhteon-Anschütz GmbH:

Raytheon-Anschütz wurde 1905 als Anschütz & CO wurde von Dr. Hermann Anschütz in Kiel gegründet. 1995 wurde das Unternehmen von Raytheon übernommen, wodurch die klassischen Produkte von Anschütz durch die Produktpalette von Raytheon erweitert und miteinander ergänzt werden konnten. Raytheon-Anschütz, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Raytheon mit 600 Mitarbeitern. Sie stattet weltweit zivile und militärische Schiffe und Einheiten mit Navigations-, Control- und Monitoring-, Datenmanagement- sowie integrierten Brückensystemen und Sensoren aus. Weltweit sind zurzeit mehr als 35.000 Schiffe mit Technik von Raytheon-Anschütz ausgestattet. Die internationale Betreuung der Kunden von Raytheon-Anschütz kann zuverlässig durch eigene Niederlassungen in Singapur, Panama, Shanghai/China, Rio de Janeiro/Brasilien, San Diego/USA und Portsmouth/UK, sowie durch ein globales Servicestellennetzwerk sichergestellt werden.

Raytheon Anschütz ist als ein weltweit führender Hersteller, Integrator und Servicedienstleister für Integrierte Navigations- und Brückensysteme seit Jahrzehnten verlässlicher Partner der Deutschen Marine. Dies umfasst Entwicklung, Integration und Wartung von Navigationssensoren und -systemen, Integrierten Brücken- und U-Boot-Steuersystemen (bspw. für Korvetten K130, Fregatten F125, EGV 2.Los, U-Boote U212A).

Weitere Informationen:
http://www.raytheon-anschuetz.com