Die von 13 Patriot-Partnerstaaten finanzierte Weiterentwicklung wurde für aktuelle und zukünftige Bedrohungen entwickelt.

WHITE SANDS MISSILE RANGE, New Mexico, USA (25. November 2015) – Die US-Armee hat die erste Serie von Praxistests des weiterentwickelten Patriot-Luftverteidigungs- und Raketensystems des Herstellers Raytheon (NYSE: RTN) abgeschlossen.
Die technische Weiterentwicklung, auch bekannt als Post-Development Build 8 (PDB-8), erhöht die Leistungsfähigkeit des Waffensystems. Das PDB-8-Upgrade ermöglicht eine effektivere Bekämpfung von Luftzielen aller Art, eine verbesserte Freund-Feind-Erkennung sowie eine bedienerfreundliche Anwendung.

Die Entwicklungskosten für PDB-8 werden größtenteils von allen 13 Patriot-Partnerstaaten getragen. Nach dem Abschluss der Praxistests und der wehrtechnischen Freigabe seitens der U.S. Army können die Partnerstaaten das PDB-8-Upgrade in die eigenen Patriot-Einheiten integrieren. „Weil sich die Länder die Entwicklungskosten für die Patriot-Weiterentwicklung teilen, ist man schnell imstande, sich an die neuen und zunehmenden Bedrohungen, die wir in Osteuropa, im Nahem Osten und Asien sehen, anzupassen,“ sagte Ralph Acaba, Raytheon Vice President Integrated Air and Missile Defense. „Wie schon bei allen vorherigen Patriot-Weiterentwicklungen kann auch das PDB-8-Upgrade bei den weltweit mehr als 220 Patriot-Feuereinheiten problemlos nachgerüstet werden und baut somit auf den Erfahrungen von mehr als 190 Kampfeinsätzen sowie 700 Flug-, und mehr als 2.500 Bodentests auf.“

  • Bei den Praxistest erfassten und verfolgten die mit dem PDB-8-Upgrade ausgestatteten Patriot-Batterien eine ballistische Raketen und wehrten das Ziel mit einer PAC-3 und einer GEM-T-Rakete ab. Beim darauf folgenden Test wurde eine zweite ballistische Rakete mit zwei GEM-T Lenkflugkörpern erfolgreich bekämpft. Momentan bereitet die U.S. Army die Einführung des PDB-8-Upgrades mit weiteren Flug- und Bodentests vor. Teil des PDB-8-Upgrades sind zwei neue Hardware-Bauteile:
    Modern Man Station (MMS): Eine Anwenderschnittstelle mit Farb-LCD Displays, Touchscreen und Softkeys.
  • Radar Digital Processor (RDP): Ein für den Feldgebrauch angepasster, handelsüblicher Prozessor. Die RDP-Hardware verbessert die bereits hohe Zuverlässigkeit von Patriot um weitere 40 Prozent und verringert die Wartungs-, Betriebskosten. Zudem ermöglicht der neue RDP-Prozessor die Einführung neuer Funktionen mittel Software-Update und Funktionen für die Zukunft.

Die neue MMS und RDP-Hardware ist mit dem PDB-8-Upgrade voll leistungsfähig. Der U.S. Army und anderen PDB-8-Nutzern werden folgende Verbesserungen des Patriot-Systems zur Verfügung stehen:
verbesserte Fähigkeiten gegen multiple Bedrohungslagen

  • leistungsfähigere Freund-Feind-Erkennung
  • verbesserte Leistungsfähigkeit des Suchradars
  • verbesserte Zielerfassung und -identifizierung
  • ein neugestalteter Waffensystemrechner (Fire Solution Computer), der das gesamte Leistungsspektrum des PAC-3 MSE Lenkflugkörpers für Patriot voll ausschöpft
  • einen verbesserter Waffenkontrollcomputer (Enhanced Weapons Control Computer) mit bis zu 50 Prozent mehr Rechenleistung für zukünftige Softwareverbesserung und zur Abwehr von neuen Bedrohungslagen.