Raytheons Patriot-Lösung für Deutschland bietet viele Vorteile in einem System, das vollständig von Deutschland operationell kontrolliert, instandgehalten und produziert wird. Zentrale Aspekte der innovativen State-of-the-Art-Technologie sind:

  • Ein 360-Grad-Multifunktionsradar mit fortschrittlichster Radartechnologie. Dies ermöglicht eine einzigartige Leistung, beispiellose Einsatzbereitschaft und niedrigste Instandhaltungskosten. Im Gegensatz zu rotierenden Radarsystemen setzt das 360-Grad-Radadar Fixed Staring Arrays ein. Dies hat zum Vorteil, dass es nicht angehalten werden muss und der überwachte Bereich eingeschränkt werden muss, um ein Ziel zu verfolgen.
  • Raytheon hat den AESA Galliumnitrid-Prototyp innerhalb von nur zwei Jahren entwickelt. Raytheon ist in der Lage, die für elektronisch gesteuerte Radare (Active Electronically Scanned Array – AESA Radare) sogenannten Monolithic Microwave Integrated Circuits (MMICs) als Elementarstrahler auf Galliumnitrid-Substraten in Serie zu fertigen. Durch Galliumnitrid (GaN) können MMICs mit einer fünffach höheren Energiedichte ausgestattet werden. Dies war bisher nur bei Gallium Arsenit (GaAs) Modulen möglich. Auf diese Weise kann bei gleichen Antennenabmessungen die Reichweite des Radars bei gleichzeitig geringeren Formfaktor und Gewicht erheblich verbessert werden. Diese Entwicklung wird die Radartechnologie revolutionieren.
  • Ein flexibel einsetzbarer Gefechtsstand in einer vernetzten Architektur ermöglicht die Integration von MEADS-Komponenten und deutschen Technologien. Dabei wird vollständige Interoperabilität mit NATO- und US-Systemen gewährleistet.
  • Kompatibilität mit allen neuen MEADS-Komponenten und der bei der deutschen Luftwaffe eingesetzten Lenkflugkörpern (GEM, PAC-3, CRI etc.). Dies ermöglicht Deutschland den Mix aus effektivsten und an die jeweilige Bedrohung angepassten Lenkflugkörpern.
  • Die Modernisierung des Patriot-Systems und die Investitionen der 13 Patriot-Partner mit dem Ziel, alle digitalen Bestandteile vollständig zu modernisieren, ermöglichen die Integration neuer Technologien und neuer Systeme und Fähigkeiten. Dies ist mit der Vergabe von Zulieferverträge in Deutschland in einem Wert von über 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren verbunden.